Wer nicht wagt der nicht gewinnt und wer besitzt, der nicht wagt.
Warum tendieren wir dazu kein Risiko einzugehen? Warum lechzen wir nach Sicherheit? Was haben wir denn eigentlich zu verlieren?
Herr Otto Normalo, grade aus der Schule entlassen, steht nun vor der Entscheidung wie es weiter geht. Er hat Angst die Erwartungen seiner Eltern nicht zu erfüllen. Ausserdem möchte ja auch er eines Tages ein schönes Leben führen. Ohne Studium bist du doch nichts heutzutage. Aber welches Studium? Er entscheidet sich für BWL. Damit kann man keine Fehler machen, damit geht man kein Risiko ein. In den nächsten Jahren, wird Otto nun Dinge studieren, die ihm nie vor Spannung die Bäckchen rot werden lassen werden. Aber Otto weiß ja wofür er es macht. Alle seine Freunde machen es ja genau so.
Nach zwei Semestern, liest er einen Artikel über Timbuktu. Er verspürt Abteuerlust und ist überrascht. Er möchte ins Ausland. Aber Timbuktu ist wirklich zu gefährlich. Ausserdem kann er dort keine Scheine machen und würde wichtige Lebenszeit verlieren. Otto entscheidet sich nach St.Gallen zu gehen. Das macht sich gut im Lebenslauf und ist ja auch Ausland. Kurz vor seinem Abschluss, back in Germany, lernt er auf einer Party ein Philipinisches Mädchen kennen mit Namen Lara Soft. Er verliebt sich auf den ersten Blick. Lara fragt ihn ob er mit ihr auf die Phillipinen kommen möchte. Ihre Eltern haben dort einen Fischreibetrieb und ihr Vater könnte ihm beibringen, wie man fischt.
Es ist Nacht: Otto liegt wach. Versucht zu unterdrücken was ihn bedrückt. Er hat Lara gesagt, dass er nicht mit ihr gehen kann. Er kann das einfach nicht riskieren. Wozu hat er denn all die Jahre studiert wenn er jetzt nichts draus macht?
Wie geht es weiter? Ich sag es euch:
Otto wird eine neue Frau kennen lernen, er wird heiraten, er wird zwei kleine Mädchen bekommen, diese Mädchen werden studieren, er wird ein schönes Auto fahren, er wird in den Ruhestand gehen, er wird auf der "Alten-Fähre" eine Kreuzfahrt machen, er wird müder, er wird müder, er wird müder, er wird streben..
Was besaß Otto am Anfang? Nichts. Oder doch! Einen Kopf! Reicht schon ein Kopf als Besitz, um kein Risiko mehr einzugehen? Reicht Intellekt um sich an ein Leben ohne Risiko binden zu lassen? "Mach was draus" tönten die Erwartungen seiner Umwelt. Woraus denn?
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen